Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin (z.B. Botox)

 

Durch Aktivität der Gesichtsmuskulatur entstehen zuerst feine Linien. Diese vertiefen sich mit der Zeit, bis sich schließlich tiefe Falten bilden.

Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß, welches vom Bacterium Clostridium Botulinum abgesondert wird. Botulinumtoxin findet seit Jahren Anwendung in der Medizin sowohl zur Therapie von Nerven- und Muskelerkrankungen, als auch in der ästhetischen Medizin zur Faltenbehandlung.

Wirkweise

Botulinumtoxin hemmt vorübergehend die Übertragung des Signals vom Nerv zum Muskel. Die Injektion bewirkt, dass sich die Gesichtsmuskeln entspannen. Durch diese Muskelentspannung glätten sich die Falten oder verschwinden vollständig, wenn sie noch nicht zu sehr ausgeprägt waren. Der maximale Glättungseffekt stellt sich nach 1-2 Wochen ein und hält 3-6 Monate an. Kleine Falten verschwinden meist vollständig, die stärker ausgeprägten verlieren an Tiefe und werden deutlich gemildert. Bei Migräne Patienten führt die Botulinumtoxin-Injektion häufig zur Besserung der Kopfschmerzen.

Nach der Wirkungszeit von ca. 3-6 Monaten wird die behandelte Nerven- Muskelverbindung wiederhergestellt und die behandelten Muskeln sind wieder vollständig aktiv. Eine erneute Behandlung ist dann möglich. 


Behandungsablauf

Um festzustellen, welcher Muskel die Falten verursacht, schneidet der Patient zuerst einmal genau die „Grimassen“, die zu seiner täglichen Mimik gehören. Daraufhin erfolgt eine Injektion knapp unter die Haut. Hierfür werden besonders feine Nadeln verwendet, sodass die Injektion wenig schmerzhaft ist (ähnlich einer Impfung). An den Einstichstellen sieht man anschließend im Regelfall allenfalls kleine Rötungen, wodurch der Patient nach der Behandlung sofort wieder gesellschaftsfähig ist. Selten können Hämatome (blaue Flecken) auftreten. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und wird ambulant durchgeführt. 

 

Behandlungsgebiete

  1. Zornesfalte („Glabellaregion“)
  2. Stirnfalten („Denkerstirn“)
  3. Krähenfüße („Lachfalten am seitlichen Auge“)

 

Nebenwirkungen

Bei korrekter Anwendung und Dosierung treten nur selten Komplikationen auf. Die Faltenbehandlung gilt unter Ärzten als risikoarm. In einem persönlichen Aufklärungsgespräch werden alle möglichen Nebenwirkungen mit Ihnen besprochen und alle Ihre Fragen diesbezüglich ausführlich beantwortet. 


Wann eine Behandlung nicht durchgeführt werden kann

  • Bei Patienten in der Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Bei Entzündungen im Injektionsbereich
  • Bei Blutungsneigung
  • Bei Muskelerkrankungen
  • Bei Myasthenia Gravis
  • Bei Therapie mit einem Antibiotikum der Gruppe Aminoglycoside 

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